28.05.2004

„Über den Mut“ von Dan Millman

„Also du glaubst, ich bin mutig?“ fragte sie.
„Ja, das glaube ich.“
„Vielleicht bin ich das. Aber das kommt daher, dass ich einige inspirierende Lehrer hatte. Ich werde dir von einem von ihnen erzählen. Vor vielen Jahren, als ich als Freiwillige Im Stanford-Krankenhaus arbeitete, lernte ich ein kleines Mädchen namens Lizza kennen, die an einer seltenen und schweren Krankheit litt. Die einzige Heilungschance schien eine Bluttransfusion von ihrem fünfjährigen Bruder zu sein, der wunderbarerweise die gleiche Krankheit überlebt und Antikörper gebildet hatte, die zur Bekämpfung der Krankheit nötig waren. Der Arzt erklärte ihrem kleinen Bruder die Lage und fragte den Jungen, ob er bereit sei, sein Blut für seine Schwester zu spenden. Ich sah ihn nur einen Augenblick
zögern, bevor er tief Luft holte und sagte: „Ja, ich tue es, wenn es Lizza rettet.“
Als die Transfusion im Gange war, lag er in einem Bett neben seiner Schwester und lächelte wie wir alle, als die Farbe in ihre Wangen zurückkehrte. Dann wurde sein Gesicht blaß, und sein Lächeln schwach. Er sah zu dem Arzt auf und fragte mit zitternder Stimme: „Werde ich jetzt gleich sterben?“
Weil er klein war, hatte der Junge den Arzt mißverstanden; er dachte, er würde ihr all sein Blut spenden müssen.
„Ja, ich habe Mut gelernt“ fügte sie hinzu, „weil ich inspirierende Lehrer hatte.“

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Das ist aus dem Buch „Hühnersuppe für die Seele“, das ich Euch allen wärmstens ans Herz legen möchte!! Wirklich bewegend!
(ISBN 3-8289-1932-4 😉 )

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